Vorträge des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde.
Die Archäometrie klärt archäologische Fragestellungen mit Hilfe von naturwissenschaftlichen Methoden. Der Referent, ein aktives Mitglied im Arbeitskreis Archäologie des Nordoberfränkischen Vereins, hat sich intensiv mit den wissenschaftlichen Grundlagen dieses Fachgebietes beschäftigt und stellt diese in seinem Vortrag der Allgemeinheit vor.
Im Zuge der Wüstungsforschung hat der Referent im gedachten Rechteck Naila, Konradsreuth, Gefrees und Marktleugast bisher 16 ehemalige Ortschaften durch Funde nachgewiesen. Einige tragen einen Namen, andere bleiben zunächst namenlos. In seinem Vortrag geht der Referent auch auf die Methoden ein, nach denen er die Suche gestaltet.
Jean Paul studierte in Hof, in seiner „erotischen Akademie“, das Gefühlsleben der „Mädgen“. Später, als er von selbstbewussten Frauen umworben wurde, kam es zu großen Versprechungen – und ebenso plötzlichen Rückziehern. Zwischen Nähe und Distanz, Sehnsucht und Zweifeln wurde er nicht ohne Ironie „Verlobungsweltmeister".
Anziehungspunkt für Glasmacher und die Ansiedlung von Hüttenmeistern waren die dichten Wälder des Hohen Fichtelgebirges. Ein erstes Zentrum bildete die Rodungsinsel Bischofsgrün mit dem Proterobas-Vorkommen am Ochsenkopf. Das leicht zu schmelzende Gestein bildete eine der wesentlichen Grundlagen für die Herstellung der bekannten Fichtelgebirgsgläser vor etwa 600 Jahren. Walen oder Venediger sind in der Sagenüberlieferung fremde Erz- und Mineraliensucher. Sie haben in ganz Mitteleuropa zur Sagenbildung angeregt.
Das ehemalige Flüchtlings- und Durchgangslager Moschendorf ist der Mehrzahl der Hofer Einwohner durchaus ein Begriff. Weit weniger bekannt ist, dass sich auf dem Gelände der Porzellanfabrik Reinecke in Hof-Moschendorf zwischen 1944 und 1945 ein Konzentrationslager befand. Der Referent hat die Materialien zu diesem Lager gesichtet und neue Quellen erschlossen.