Vorträge des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde.
Jean Paul studierte in Hof, in seiner „erotischen Akademie“, das Gefühlsleben der „Mädgen“. Später, als er von selbstbewussten Frauen umworben wurde, kam es zu großen Versprechungen – und ebenso plötzlichen Rückziehern. Zwischen Nähe und Distanz, Sehnsucht und Zweifeln wurde er nicht ohne Ironie „Verlobungsweltmeister".
Anziehungspunkt für Glasmacher und die Ansiedlung von Hüttenmeistern waren die dichten Wälder des Hohen Fichtelgebirges. Ein erstes Zentrum bildete die Rodungsinsel Bischofsgrün mit dem Proterobas-Vorkommen am Ochsenkopf. Das leicht zu schmelzende Gestein bildete eine der wesentlichen Grundlagen für die Herstellung der bekannten Fichtelgebirgsgläser vor etwa 600 Jahren. Walen oder Venediger sind in der Sagenüberlieferung fremde Erz- und Mineraliensucher. Sie haben in ganz Mitteleuropa zur Sagenbildung angeregt.
Das ehemalige Flüchtlings- und Durchgangslager Moschendorf ist der Mehrzahl der Hofer Einwohner durchaus ein Begriff. Weit weniger bekannt ist, dass sich auf dem Gelände der Porzellanfabrik Reinecke in Hof-Moschendorf zwischen 1944 und 1945 ein Konzentrationslager befand. Der Referent hat die Materialien zu diesem Lager gesichtet und neue Quellen erschlossen.