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Vergessene Opfer
Die NS-Krankenmorde im kollektiven Gedächtnis
Während der nationalsozialistischen Diktatur wurden systematisch über 200.000 Menschen mit geistigen, psychischen oder körperlichen Beeinträchtigungen ermordet. Unter dem beschönigenden Begriff der „Euthanasie“ erprobten die Nationalsozialisten in Aktionen wie der „Aktion T4“ die Techniken des massenhaften industriellen Tötens, die später in den Vernichtungslagern der Schoa eingesetzt wurden. Obwohl diese Verbrechen direkt vor den Augen der deutschen Bevölkerung in lokalen Heil- und Pflegeanstalten stattfanden, sind die NS-Krankenmorde bis heute überraschend wenig im kollektiven Gedächtnis Deutschlands verankert. Während andere Aspekte des NS-Terrors fest in den Lehrplänen und der Erinnerungskultur verankert sind, blieb das Schicksal dieser Opfergruppen jahrzehntelang ein Tabu und Randthema. Der Vortrag gibt einen fundierten Überblick über die ideologischen Hintergründe, die logistische Durchführung und die Täterstrukturen. Gleichzeitig hinterfragt er kritisch, warum dieses Unrecht in der Nachkriegszeit so konsequent verschwiegen wurde und warum die Aufarbeitung in der deutschen Öffentlichkeit bis heute immense Lücken aufweist.
Michael Zehrer ist ehrenamtlicher Gedenkstätten-Guide am Bezirksklinikum Mainkofen. Seinen ersten Kontakt mit diesem wichtigen Thema hatte er während seiner Zeit als Pflegedienstleiter am Bezirksklinikum Mainkofen, wo er mit der Tatsache konfrontiert wurde, dass dort über 1.300 Menschen Opfer der NS-Krankenmorde wurden. Auch in seiner späteren Funktion als Einrichtungsleiter des Städtischen Elisabethenheims in Deggendorf stieß er auf diese dunkle Geschichte, da von dort 64 Frauen deportiert und ermordet wurden. Heute widmet er sich der Erinnerungsarbeit, um den Opfern eine Stimme zu geben und das Gedenken
lebendig zu halten.
Veranstalter: Freundeskreis der Evang. Akademie Tutzing in Hof in Kooperation mit der VHS Hofer Land.
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Vergessene Opfer
Die NS-Krankenmorde im kollektiven Gedächtnis
Während der nationalsozialistischen Diktatur wurden systematisch über 200.000 Menschen mit geistigen, psychischen oder körperlichen Beeinträchtigungen ermordet. Unter dem beschönigenden Begriff der „Euthanasie“ erprobten die Nationalsozialisten in Aktionen wie der „Aktion T4“ die Techniken des massenhaften industriellen Tötens, die später in den Vernichtungslagern der Schoa eingesetzt wurden. Obwohl diese Verbrechen direkt vor den Augen der deutschen Bevölkerung in lokalen Heil- und Pflegeanstalten stattfanden, sind die NS-Krankenmorde bis heute überraschend wenig im kollektiven Gedächtnis Deutschlands verankert. Während andere Aspekte des NS-Terrors fest in den Lehrplänen und der Erinnerungskultur verankert sind, blieb das Schicksal dieser Opfergruppen jahrzehntelang ein Tabu und Randthema. Der Vortrag gibt einen fundierten Überblick über die ideologischen Hintergründe, die logistische Durchführung und die Täterstrukturen. Gleichzeitig hinterfragt er kritisch, warum dieses Unrecht in der Nachkriegszeit so konsequent verschwiegen wurde und warum die Aufarbeitung in der deutschen Öffentlichkeit bis heute immense Lücken aufweist.
Michael Zehrer ist ehrenamtlicher Gedenkstätten-Guide am Bezirksklinikum Mainkofen. Seinen ersten Kontakt mit diesem wichtigen Thema hatte er während seiner Zeit als Pflegedienstleiter am Bezirksklinikum Mainkofen, wo er mit der Tatsache konfrontiert wurde, dass dort über 1.300 Menschen Opfer der NS-Krankenmorde wurden. Auch in seiner späteren Funktion als Einrichtungsleiter des Städtischen Elisabethenheims in Deggendorf stieß er auf diese dunkle Geschichte, da von dort 64 Frauen deportiert und ermordet wurden. Heute widmet er sich der Erinnerungsarbeit, um den Opfern eine Stimme zu geben und das Gedenken
lebendig zu halten.
Veranstalter: Freundeskreis der Evang. Akademie Tutzing in Hof in Kooperation mit der VHS Hofer Land.
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GebührEintritt frei.
- Kursnummer: 31AH103314
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StartMi. 03.02.2027
19:30 UhrEndeMi. 03.02.2027
21:00 Uhr -
1 Termin
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Dozent*in:Michael Zehrer
- Organisation: Bildungszentrum Hof