Diese Mail ging an die bayerischen Volkshochschulen. Absenderin: Claudia Degenkolb, c.degenkolb@vhshoferland.de
Wir betonen, dass sich Inhalte ändern können und die jeweiligen Texte am (in der Überschrift) angegeben Datum aktuell waren. Außerdem weisen wir darauf hin, dass folgende Inhalte ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keine Rechtsberatung darstellen. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen.
Guten Morgen,
trotz Ferienzeit hatten wir gestern wieder eine schöne Austauschrunde in der Sprechstunde. Vielen Dank fürs Dabeisein. Und für alle anderen kommt hier wie gewohnt die Zusammenfassung:
Hier noch ein frischer Online-Veranstaltungstipp unseres Parallel-Projekts vhs GLOW („Gezielte Lern- und Organisationsentwicklung im Digitalen Wandel“): „Wo anfangen? Wege zu weniger Aufwand im Arbeitsalltag“, wie gewohnt kostenlos, Anmeldung: https://www.vhs-weiden-neustadt.de/p/497-C-SV609125
Sprechstundenthemen gestern waren das Magazin „SocialHub:)Mag“, Social-Media-Mythen, Content-Recycling, „Ist Facebook wirklich tot?“, Post-Nachverfolgung mit matomo, Bildnachweis angeben, Pixabay unbedingt meiden, kostenlose Image-Broschüre mit Film, Newsletter weiterempfehlen lassen und mehr
Gern preise ich an dieser Stelle noch einmal das kostenlose SocialHub-Magazin an. Gerade für Social Media ist es eine inspirierende Quelle, besonders beim Querdenken (denn „Ich lese viele Sachen. Man weiß nie, wo die großen Ideen herkommen.“*). Es ist zwar vor allem auf große Unternehmen zugeschnitten, aber ich habe mir daraus schon viele Anregungen für die VHS-Arbeit genommen. Kostenlose Download-Anfrage für das Magazin (gilt jeweils für die aktuelle Ausgabe, für ältere Ausgaben einfach die Nummer im Link ändern): https://try.socialhub.io/socialhub-mag-29-download/ Hat man sich einmal angemeldet, erhält man einen Newsletter, sobald das neue Magazin draußen ist.
Das Magazin macht übrigens jede Menge Spaß, weil es witzig aufbereitet ist.
Es geht darin u. a. um 15 Mythen rund um Social Media. Interessant ist z. B. der Fakt, dass Links in Social-Media-Posts die Reichweite mindern. Man sollte den Link besser in den ersten Kommentar setzen, nach dem Motto: „Zur Anmeldung geht’s übrigens hier: www…“. Hintergrund ist das Bedürfnis der Plattformen (Habe ich jetzt der Technik mal wieder Gefühle zugeschrieben? Also, was man so dahinschreibt, ist schon gruselig. 😲) … Jedenfalls wollen die Betreiber keine Links, die von ihren Plattformen wegführen, Nutzer*innen sollen dauerhaft verweilen. Und auch die Nutzer*innen selbst verspüren demnach nicht so oft das Bedürfnis (jetzt bin ich beim Gefühlsthema wieder in der Spur 😅), den bequemen Look-Swipe-Like-Loop zu verlassen.
Ein weiterer Mythos wird euch jetzt frustrieren: „Social Media kann jede*r nebenbei machen.“ Ja, leider nicht, aber das ist für uns ja nichts Neues. Also, gern mal die Mythen im Magazin durchschauen.
Weitere Themen im Magazin und auch in unserem Praxis-Update „Social Media“ in der letzten Woche sind „Content-Recycling“ und „Facebook ist nicht tot“. Meine Projektkollegin Veronika Wagner hat dazu auch eine ausführliche Präsentation erstellt, die ihr hier findet: https://www.vhshoferland.de/fileadmin/vhs-hofer-land/Marketingprojekt/Praesentation_Digitales_Marketing_Praxis-Update_Social_Media_12.02.2026.pdf
Wir haben in der Sprechstunde zudem über die allgemeine Social-Media-Müdigkeit gesprochen, die scheinbar immer weiter um sich greift. Wir waren uns einig, dass Interaktion eher mau verläuft. Wenn wir als VHS eine Frage stellen oder um Vorschläge bitten, kommt nicht viel zurück. Bei Gewinnspielen geht da mehr. Die Funktion „Collab-Partner“ funktioniert größtenteils gut und auch die Kooperation mit regionalen Influencern für ausgewählte Posts vergrößert enorm die Reichweite.
Es kam die Frage auf, wo angezeigt wird, ob Posts oder bezahlte Anzeigen zu Kursbuchungen führen. Im Webanalyse-Tool matomo kann eingesehen werden, ob Umsatz über Social-Media-Plattformen generiert wird, s. Screenshot: > E-Commerce > Umsatz > Kanaltyp > Kampagnen (für bezahlte Anzeigen) oder Soziale Netzwerke (für alle anderen Posts). Vorher einen Zeitraum oben einstellen. Es ist natürlich auch möglich, Kampagnen-Links zu erstellen, die zurückverfolgbar sind. Dann sieht ein Link z. B. nicht so aus: https://www.vhshoferland.de/whatsapp-kanal, sondern so: https://www.vhshoferland.de/whatsapp-kanal?mtm_campaign=WhatsApp%20Kanal Details zur Erstellung solcher Kampagnen-Links gibt es in unserer Anleitung unter https://vhs-bayern.de/wp-content/uploads/2026/01/Kampagnenlinks-QR-Code-Analyse-2025.pdf Ein Webanalysetool ist jedoch immer notwendig, damit die Daten irgendwo einlaufen und abgefragt werden können.
Bildnachweis: Warnung! Eine VHS hat Riesenärger mit Pixabay und wir können nur empfehlen, diese kostenlose Bildplattform zu meiden. Ein Bild von Pixabay (Eiffelturm!) wurde von dieser VHS veröffentlicht, der Urheber hatte aber nicht seine Einwilligung erteilt. Trotzdem stand das Bild bei Pixabay zur Verfügung. Autsch. Jetzt steht eine Abmahnung im Raum und es geht um mehrere Tausend Euro Mindestbetrag. Wir sind uns gestern einig gewesen, dass kostenlose Plattformen generell keine Sicherheit bieten. Am besten immer Bezahlplattformen nehmen, s. auch unsere Anleitung unter https://vhs-bayern.de/wp-content/uploads/2024/01/DV_Oberfranken_Bilderrechte-20230922.pdf
Weiter zum Thema Bildnachweis: Wir wurden gefragt, wie es auf der Webseite gehandhabt werden muss. Es gibt nur eine Regel: Nachweis muss ans Bild, gleich sichtbar darunter, also in die Bildbeschriftung/Bildbeschreibung (Design-Tipp, wenn möglich kleine Schriftart und Schriftfarbe grau wählen, um Lesefluss nicht zu stören). Kein Mouseover, keine Aufzählung im Impressum. Ja, das ist ein Heidenaufwand, aber notwendig. Bilder, bei denen die Bildbeschriftung nicht möglich ist, z. B. Slider, CardGroup müssen im Impressum (zweitbeste Lösung) genannt werden, aber eindeutig zuordbar, z. B.
- Header-Bild: © [Name des Fotografen]/[Plattform]
- Foto "Sommer-VHS" unter www.eigenevhs.de/sommer-vhs: [Name des Fotografen]/[Plattform]
Kostenlose VHS-Image-Broschüre mit Film: Nachdem wir über mehrere Jahre hinweg Mail-Anfragen der Firma JS Deutschland erhalten haben, sind wir eingeknickt und haben es ausprobiert. Und, was soll ich sagen, ja, es funktioniert und ist tatsächlich kostenlos. Die Erfahrungen sind durchaus positiv. Zusammengefasst lässt sich sagen, es kam etwas dabei rum und hat außer ein paar Stunden Zeit nichts gekostet. Und wenn ihr euch jetzt fragt, wovon redet die eigentlich, kommt hier die Erklärung: JS Deutschland bietet VHSn an, eine kostenlose Image-Broschüre und einen Werbefilm zu erstellen. Finanziert durch Anzeigen in der Broschüre (Anzeigenakquise läuft auch für JS Deutschland, hier sollte man seine regionalen Kooperationspartner aber vorher informieren). Kostenlos ist eine vierseitige A4-Broschüre mit drei Korrekturschleifen auf 170g-Papier, 500x gedruckt und digital mit Animationen (sieht ganz neckisch aus) und ein eingebetteter Image-Film (eine Korrekturschleife), 1.20 Minuten lang, auch für Social Media verwendbar. Extrawünsche gegen Aufpreis. Die Zusammenarbeit war ein bisschen anstrengend, da etwas umständlich gearbeitet wird, aber okay. Es gab mehrere Online-Treffen. Die Firma hat ihren eigenen Foto-/Videografen geschickt für die Fotos und Filmaufnahmen, das hat ca. drei Stunden Zeit in Anspruch genommen. Das Ergebnis ist vorzeigbar. Hier musste man aber doch sehr reden, um seine eigenen Vorstellungen zu platzieren und teilweise mussten wir kleinere Abstriche in Kauf nehmen. Unsere Broschüre zur Ansicht (inkl. Animationen und Film auf Seite 3): https://www.unserebroschuere.de/VHS_Hofer_Land/WebView
Newsletter-Verteileraufbau: Wenig Aufwand und vielleicht hohe Wirkung, verspricht ein zusätzlicher Link im Newsletter unter dem Titel „Newsletter weiterempfehlen“, auch bekannt als „Tell-a-friend“ oder „Weiterleiten-Button“. Ich bin in der Sprechstunde nicht so ausführlich darauf eingegangen, aber hier sollte man unbedingt die rechtlichen Fallstricke beachten. Wirklich rechtssicher ist folgende Variante: Das Einbinden eines Buttons, der den Link (zur NL-Anmeldung auf der eigenen VHS-Homepage) in die Zwischenablage kopiert, damit Leser*innen des Newsletters den Link selbstständig per E-Mail an Freunde senden können. Dies ist rechtlich unproblematisch, da die versendende VHS auf diese Weise keinerlei Einfluss hat. Bequemer ist der mailto-Button (rechtssicher, aber zweitbeste Variante lt. KI), der eine Mail-Vorlage im Mailprogramm der Leser*innen öffnet, in der sie dann selbstständig den Adressaten und den Hinweis/Link auf den Newsletter eingeben. Wichtig ist auch hier, dass von der VHS keine direkte Aufforderung an Nicht-Abonnenten kommt.
...
Bei Fragen gern melden. Wir wünschen ein schönes Wochenende.
*Filmzitat